Ab Samstag, den 09. Mai 2020 sind das Alamannen-Museum und das Freilichtgelände wieder für den normalen Besucherverkehr geöffnet. Wir möchten die Besucher bitten, im Museum einen Mund-und-Nasenschutz zu tragen und sich an die Abstandsregeln zu halten.

Das Fest zum Internationalen Museumstag am 17. Mai kann leider nicht stattfinden, ebenso können wir momentan keine Führungen oder Kinderfeiern anbieten. Geplant sind aber derzeit noch die Hofbelebungen am 20./21. Juni, 11./12. Juli und 26./27. September.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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weitere Infos auf unserer Terminseite

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NÄCHSTE VERANSTALTUNGEN:

(Mehr Infos, Preise und ggf. Anmeldedaten unter dem Reiter "Termine & Infos")

Archäologie des Kriegsendes 1945

Die Archäologen staunten nicht schlecht, als sie bei ihrer Grabung im Jahre 2010 nach Spuren der frühalamannischen Siedlung im Vörstetter Gewann „Grub“ merkwürdige Verfärbungen im Boden entdeckten.

„Ich verstehe das nicht, ich kann das nicht erklären. Dieses Durcheinander hat keine Struktur“, so der Grabungsleiter Elmar Christmann. Auf der Suche nach dem Grundriß eines Langhauses der Alamannen aus dem 4./5. Jhd. n.Chr. waren die Archäologen auf das Kriegsende 1944/45 gestoßen. Schon bei den Grabungen 1998-2000 und 2007 war man auf den Schützengraben gestoßen, der sich im Zickzack quer durch das Gelände zog und 1944 zur Abwehr des französischen Militärs ausgehoben worden war. Der Zufall wollte es, daß dabei eine Ecke des Langhauses ausgegraben worden war (vgl. Lageplan, Pfeilmarkierungen).

Bei der Erklärung der merkwürdigen Bodenverfärbungen konnte der 2017 verstorbene Rudi Ziebold aus Vörstetten helfen. Bei der Betrachtung des Lageplans war sich Ziebold ziemlich sicher: „Das können die Erd- und Lehmhaufen sein, die beim Ausheben des Schützengrabens entstanden sind.“ Die Fotos, die die Ausgrabung dokumentierten, bestätigen diesen Eindruck (Foto: Grabungsleiter Christmann auf der Leiter beim Fotografieren der Bodenverfärbungen).

Wegen einer Kriegsverletzung war Rudi Ziebold kurz vor dem Kriegsende zum Genesungsurlaub nach Vörstetten zurückgekehrt. Beim Nahen der Franzosen am 21./22. April 1945 wurde Ziebold als Leutnant der Wehrmacht abkommandiert und mußte in den Schützengraben. „Wir bekamen eine Panzerfaust und sollten auf das französische Militär schießen. SS und Wehrmacht waren verschwunden, da haben wir die Panzerfäuste weggeworfen und sind abgehauen.“

Und so wird diese eindrucksvolle Geschichte bei Führungen durch das Alamannen-Museum erzählt mit dem Wunsch, die Warnungen der Geschichte zu beherzigen und für einen dauerhaften Frieden im Grenzraum am Rhein zu arbeiten. Das Alamannen-Museum ist zurzeit wegen der Coronapandemie leider geschlossen. Die Wiedereröffnung wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Prof. Dr. Helmut Köser

Museums- und Geschichtsverein Vörstetten

1. Vorsitzender

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Öffnungszeiten:

Freilichtsaison (Mai - Oktober)

Mittwoch:10 - 15 Uhr

Donnerstag:10 - 17 Uhr

Freitag:10 - 15 Uhr

Samstag:14 - 18 Uhr

 

Wintersaison (November - April)

Mittwoch:10 - 15 Uhr

Donnerstag:10 - 17 Uhr

Freitag:10 - 15 Uhr

 

An Feiertagen ist das Museum

geschlossen.

 

 

Eintrittspreise:

Erwachsene:4,00 €

Ermäßigt*:2,00 €

*(Schüler, Studenten, Auszubildende

  und Behinderte mit Ausweis)

 

 

 

 

 

Telefon: 07666 - 88 200 42

Das Alamannen-Museum Vörstetten

In den Jahren 1998–2000, 2007 und 2010 wurden in der Gemeinde Vörstetten (Landkreis Emmendingen/Baden-Württemberg) archäologische Ausgrabungen durchgeführt, die ein Zeitfenster in die Übergangszeit zwischen Spätantike und Frühmittelalter (4./5. Jahrhundert n.Chr.) öffneten. Die Auswertung der Grabungsergebnisse führte zu der Idee, mit einem Museum und einem Freilichtareal die Zeit der frühen Alamannen im Vorfeld der römischen Reichsgrenze zu rekonstruieren und nach den Grundsätzen der „living history“ (erlebte Vergangenheit) anschaulich und erfahrbar zu machen. Die Umsetzung der Idee besteht aus der erstmaligen Rekonstruktion einer frühalamannischen Siedlung und in der Erarbeitung eines erlebnispädagogischen Museumskonzeptes. Das Alamannen-Museum Vörstetten besteht aus dem Museum mit einer Dauerausstellung über die frühen Alamannen im Breisgau, einem Freigelände mit dem Alamannenhof (Wohnstallhaus, Grubenhaus, Speicher, Töpferwerkstatt, Backofen, Römerecke, Brunnen, Kultstätte, Handwerkerhaus), sowie einer gemeindeeigenen Pachtfläche (Anbau und Kultivierung  alter Getreide- und Gemüsesorten, Hopfengarten, Kräutergarten).

 

 

 

 

 

 

 

Träger des Alamannen-Museums Vörstetten ist der 2005 gegründete Museums- und Geschichtsverein Vörstetten, der zur Zeit ca. 50 Mitglieder hat. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Die Vereinssatzung regelt die Organisation sowie die Aufgaben und Ziele des Vereins. Das Alamannen-Museum Vörstetten ist eine kulturelle Einrichtung mit einer museumspädagogischen Zielsetzung. Zielgruppen des erlebnispädagogischen Museumskonzepts sind Schüler, Lehrer, Eltern und historisch interessierte Bürger. Sie sollen sich in die Zeit der frühen Alamannen zurückversetzen können und Geschichte durch eigenes Erleben und Mitmachen erfahren.

 

Das Museum ist

behindertengerecht.

Das Museum verfügt über einen Behindertenparkplatz sowie über einen Fahrstuhl und behindertengerechte Sanitäranlagen.

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